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„Seen - Juwelen der Landschaft“ ist ein grenzüberschreitendes deutsch-dänisches Seenmonitoring- und Seenrestaurationsprojekt in der INTERREG - Förderregion Storstrøms Amt, Kreis Ostholstein und der Hansestadt Lübeck.
Projektträger sind der Bereich Umweltschutz der Hansestadt Lübeck und die Wasserbehörde (Vandmiljøkontoret) des Storstrøms Amtes in Nykøbing.
Gefördert wird das Projekt von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG III A.
Die Laufzeit des Projektes geht von April 2006 bis Dezember 2006.
Der Bereich Umweltschutz arbeitet bei dem Projekt eng mit dem akkreditierten Umweltlabor der Lübecker Entsorgungsbetriebe zusammen.
Beschreibung des Projektes
Die klimatischen Bedingungen der Eiszeit und Nacheiszeit, haben in Storstrøms Amt und in der Lübecker Region sehr ähnliche Landschaften entstehen lassen mit nährstoffreichen kuppigen Grund- und Endmoränen und vielen Seen. Durch eine in beiden Gebieten ähnlich stattfindende Besiedlungsgenese haben sich die Seen u.a. in ihrer Qualität stark verändert.
Sowohl die Seen im Gebiet von Störstrøms Amt als auch im Lübecker Bereich sind durch anthropogenen Einfluss verstärkt eutrophiert.
Für das Projekt wurden vier Gewässer ausgewählt: Glumsø See in Dänemark und auf Lübecker Seite der Blankensee und die Wakenitzseen Krähen- und Mühlenteich. Zwischen Glumsø See und Blankensee bestehen weitgehende Übereinstimmungen bezüglich Größe, Tiefe und Einzugsgebiet des Gewässers. Krähen- und Mühlenteich zeigen im Vergleich dazu deutliche naturräumliche Unterschiede. Der gemeinsame Faktor der vier genannten Seen ist jedoch die Freizeitnutzung durch die Bevölkerung.
Mit dem Projekt sind mehrere Ziele verbunden:
In Dänemark wird eine Seesanierung durchgeführt, um den Folgen jahrelanger Eutrophierung zu begegnen und die über zwei Monitoringjahrzehnte gewonnenen Erkenntnisse praktisch umzusetzen.
Weiterhin wird das in Dänemark seit 20 Jahren entwickelte Seenüberwachungsprogramm für die Beurteilung der Lübecker Seen übernommen und in der Weise angepasst, dass neue Erkenntnisse über die Seenzustände bereits nach einem Jahr belastbare Rückschlüsse auf den Zustand der Gewässer erlauben.
Die Sanierung des Glumsø Sees erfolgt mit Hilfe von Aluminiumpulver, das durch eine chemische Reaktion die Nährstoffe fest bindet und somit die Nährstoffkonzentration im Gewässer reduziert.
Das Monitoring-Programm der Lübecker Seen beinhaltet Messungen und Untersuchungen zu folgenden Bereichen: Biologie, Chemie (für Wasser und Sediment) sowie Bakteriologie und Hydraulik (nur Krähen- und Mühlenteich).
Für den Krähen- und Mühlenteich wird zusätzlich zum Monitoring ein virtuelles Strömungsmodell (Computersimulation) erstellt. Damit soll geklärt werden, ob strömungslenkende Maßnahmen in durchströmten Seen zur nachhaltigen Verbesserung der Wasserqualität beitragen können. Ist dies der Fall, so könnte zukünftig auf den Einsatz von Chemikalien in vergleichbaren Seen verzichtet werden, was nicht zuletzt ein großer Gewinn für den Naturhaushalt wäre.
Die gewonnenen Erkenntnisse werden über diese Internethomepage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Homepage wird bis zum Ende der Projektlaufzeit regelmäßig mit den aktuellen Ergebnissen ergänzt.